Wie meist bei der Renovierung eines öffentlichen Denkmals stellt sich die Frage nach der Nutzung ohne "Zernutzung" als vorrangig heraus.
Wie geht man mit einem bis dato nicht geheizten Fachwerkhaus aus dem 14. Jahrhundert um, das nicht bewohnt werden kann und keine behagliche Wärme auf allen Etagen verspricht? Das im Wesentlichen abhängig bleibt von der Außentemperatur und dennoch an vielen Tagen des Jahres Raum bieten kann für Neugierige und Nichtorganisierte, Querdenker und Bodenständige, Vorbilder und Ratsuchende?
Die Idee des Öffentlichen Wohnzimmers nimmt die Vergangenheit des Hauses als Ort tief greifender Beziehungen auf und weist zudem in eine Zukunft, in der die Nonprofitorganisationen und das soziale Kapital eine neue Bewertung erleben werden. Das Öffentliche Wohnzimmer versteht sich mit all seinen Angeboten nicht nur als Zeuge dieses Wandels, sondern ist auch dessen Akteur.



