Ab 2003 blieb das zuletzt als Heimatmuseum genutzte Vogthaus leergeräumt sich selbst überlassen. Mehrere Versuche, das städtische Haus zu "verwerten", scheiterten – an den denkmalpflegerischen Anforderungen und finanziellen Mitteln. "Und Ravensburg hat wirklich kein Geld, so ein Haus ohne Nutzung zu unterhalten?" fragte die langjährige Vorsitzende des Bürgerforums Altstadt, Maria Ballarin, empört in der Publikation Altstadtaspekte 2004. (Vorausgegangen war eine  Pressemeldung, dass das Vogthaus  verkauft werden solle). Und weiter schrieb Frau Ballarin: "Warten auf den ‘Ravensburger Geist’? Keine Verpflichtung einem Kulturdenkmal gegenüber? Noch nicht gemerkt, dass Ravensburg nur zwei derartige Fachwerkhäuser besitzt? Noch nichts gelesen über die Vogthaus-Forschung (…). Kein Interesse an Stadtgeschichte?"

Im Dezember 2006 gründeten Werner und Ursula Löfflmann die Stiftung Vogthaus mit dem Ziel, das Haus in Übereinstimmung mit dem Besitzer (Stadt Ravensburg) und der Denkmalpflege sowie mit Rücksicht auf die unverwechselbare Substanz zu renovieren und es für die BürgerInnen offen zu halten - ohne öffentliche Gelder oder Zuschüsse des Landesdenkmalamts!
Um den Geist des Hauses auch nach der Renovierung nicht der betriebswirtschaftlichen Denke beugen zu müssen, entschlossen sich die Stifter, das im Herbst 2007 wieder eröffnete städtische Vogthaus für zehn Jahre (bis 31. Dezember 2016) selbst zu führen. Aufmerksam begleitet wurde die Entwicklung des Hauses zu einem Dach für Köpfe von der örtlichen Presse.

 

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